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Endod Dent Traumatol 1997 Apr;13(2):69-74
Periapikaler Befund, Qualität von Wurzelfüllungen und geschätzter
endodontischer Behandlungsbedarf in einer städtischen deutschen Population
S, Hermle G, Lost C.
Abteilung für Zahnerhaltung der Universität Tübingen, Deutschland
Das Ziel dieser Studie war die Bestimmung des periapikalen
Befunds und der Qualität von Wurzelfüllungen in einer deutschen
Population und die Einschätzung des endodontischen Behandlungsbedarfs.
Klinische und radiologische Befunde, sowie die durchgeführte Behandlungsmethode
bei 323 Patienten einer oralchirurgischen Stuttgarter Praxis in 1993 wurden
bewertet. Bei 182 Patienten wies mindestens ein Zahn eine Wurzefüllung,
eine nekrotische Pulpa oder eine irreversible Pulpitis auf.
Von 7897 untersuchten Zähnen hatten:
- 215 (2,7%) eine Wurzelfüllung (Gruppe A)
- 122 (1,5%) nicht endodontisch behandelte Zähne
reagierten negativ auf eine Sensibilitätsprobe (Gruppe B)
- 53 (0,7%) hatten eine irreversible Pulpitis
(Gruppe C)
Die Häufigkeit von Zähnen mit radiologischen
Anzeichen einer periapikalen Parodontitis lag bei 61% der bereits wurzelbehandelten
Zähne ...
... und bei 88% der pulpalosen, noch nicht endodontisch behandelten Zähne.
Unter Berücksichtigung von Länge und Dichtigkeit der Wurzelfüllung
als Kriterium für die Qualität, wurden nur 14% der der endodontischen
Behandlungen der noch nicht wurzelspitzenresizierten Zähne als adäquat
bewertet.
Der Minimalbedarf endodontischer Behandlungen liegt somit bei 2,3% in
Bezug auf die Gesamtzahl der untersuchten Zähne, wenn die wurzelgefüllten
Zähne mit klinischen Symptomen einer periapikalen Parodontitis (Gruppe
A) und die der Gruppen B und C eingeschlossen werden. Der wirkliche
Bedarf endodontischer Behandlungen wird wesentlich höher geschätzt,
berücksichtigt man, daß die therapeutische Qualität der
Füllung in den meisten endodontisch zwar behandelten, aber symptomfreien
Zähnen schlecht ist, die eine periapikalen Läsion aufweisen.
Im Falle einer Revision dieser Zähne, läge der kalkulierte endodontische
Behandlungsbedarf bei 3,7%.
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