Wurzelbehandlung - Wie geht das?

1. Schmerzausschaltung:
In der Vergangenheit wurden Wurzelbehandlungen im Volksmund meist als äußerst schmerzhafte Behandlung beschrieben. Dies hängt jedoch eher mit der althergebrachten Methodik der Wurzelbehandlung zusammen, wie sie in Deutschland leider vielerorts noch üblich ist. In der modernen Endodontie sind Wurzelbehandlungen sogar bei akuten Entzündungsfällen nur äußerst selten schmerzhaft. Sind bereits Schmerzen vorhanden kann in der Regel durch moderne Anästhesiemethoden und Behandlungskonzepte schnell Schmerzfreiheit erreicht werden.

2. Isolation mittels Kofferdam:
Da es ja das Ziel der Behandlung ist, das Zahninnere von Bakterien zu befreien muss der Zahnarzt zu Beginn zunächst dafür sorgen, dass keine neuen Bakterien in den Zahn hinein gelangen können, wie sie z. B. zu Millionen im Speichel enthalten sind.

Dazu muß zu Beginn der Behandlung der Zahn mit einem Latextuch (Kofferdam) isoliert werden, was völlig schmerzfrei ist:

Ohne diesen Arbeitsschritt ist eine hochqualitative Behandlung nicht möglich.

Obwohl dies keine hohe Qualifikation des Zahnarztes erfordert und auch kein Garant für seine sonstige Qualifikation ist, ist diese Grundvoraussetzung für aseptisches Arbeiten in der Endodontie leider immer noch selten zu finden.
Auch gelangen Flüssigkeiten, die der Zahnarzt benutzt, so nicht mehr in den Mund des Patienten, der auch vor dem Verschlucken von Kleinteilen geschützt wird.

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